Startgeschichte zum WIR-Motto – Kinder haben Rechte

Startgeschichte zum WIR-Motto – Kinder haben Rechte


Hier könnt Ihr Euch/können Sie sich die Startgeschichte zu unserem aktuellen WIR-Motto – Kinder haben Rechte – durchlesen. Unsere Schulsozialarbeiterin war mit der Geschichte bereits fast in allen Klassen und hat dort mit den SchülerInnen zusammen über dieses wichtige Thema gesprochen. Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Eversmann!!!

Die Suche nach den verschwundenen Kinderrechten

An einem Morgen schlief Matz lange. Er schlief sehr gerne lange. Das tat ihm gut. Da kitzelte etwas an seinem Bein. Matz kratzte sich, aber da war nichts. Da war gar nichts. Keine Bettdecke, nichts. Im Zimmer war es dunkel. Er tastete links neben sich, rechts neben sich – nichts. „M-A-M-A!!!“ rief Matz. Aber es antwortete niemand.

Matz stand auf und wollte sich erst einmal anziehen. Er wollte seine Beine aus dem Bett schwingen, aber da war kein Bett. Er lag nämlich auf dem Boden. „Wo ist mein Bett?“ fragte er laut und fing gleich wieder an zu schreien: „M-A-M-A, mein Bett ist weg! Meine Matratze, die Decke alles ist verschwunden.“ Als Matz endlich den Lichtschalter gefunden hatte, sah er sich in einem ganz leeren Zimmer um. Kein Bett, kein Schreibtisch, kein Schrank, kein Stuhl, keine Spielsachen, nicht einmal mehr Kleider um sich anzuziehen. Nichts. Gar nichts.

Matz dachte, er träume, öffnete die Tür zum Flur, ging zur Küche. Da war auch nichts. Nur Schränke und der Küchentisch. Er ging an den Kühlschrank. Er machte ihn auf – und was denkt ihr? War da wohl etwas zum Essen drin? Nichts. Gar nichts war drin.

Matz überlegte sich, was er jetzt machen könnte. In die Schule. Er könnte in die Schule gehen. Vielleicht könnte ihm einer seiner Schulkameraden sagen was bei ihm los ist. Oder die Lehrerin. Oder die Schulsozialarbeiterin. Oder der Hausmeister. Irgendwer würde ihm bestimmt helfen. Er lief zur Haustür, so wie er war, im Schlafanzug. Da entdeckte er einen kleinen Zettel an der Tür, auf dem stand: „Heute ist ein besonderer Tag. Die Kinderrechte sind über Nacht verschwunden.“ Kinderrechte? Dachte Matz. Was sind denn Kinderrechte? Und er las weiter: „Suche die Kinderrechte, indem du zwei Aufgaben erledigst.“

Okay dachte Matz. Das klingt komisch. Ich nehme den Zettel mit zur Schule, da kann mir bestimmt jemand sagen was damit gemeint ist. Er faltete den Zettel zusammen und wollte die Tür öffnen, aber die war verschlossen. Auch die Fenster im Wohnzimmer und im Kinderzimmer und in der ganzen Wohnung waren fest verriegelt, er kam nicht raus. Er las den Zettel nochmal. Zwei Aufgaben sollte er erledigen. Ah da stand noch was: „Die erste Aufgabe lautet: Schreibe die zehn Rechte der Kinder auf.“

Wie sollte er diese Aufgabe nun erledigen? Er wusste  noch nicht einmal was Kinderrechte überhaupt sind. Und dann gleich zehn. Aber, die Kinderrechte waren verschwunden sowie  alles in seine Zimmer und die Mama – vielleicht hing das ja zusammen.

Er dachte ganz fest an seine Klasse und ob die ihm nicht helfen könnten die zehn Kinderrechte zu finden. Als er so ganz fest an alle Kinder in seiner Klasse dachte, hatte er das Gefühl der Zettel würde alleine einfach zu den anderen Kindern fliegen. Plötzlich machten sich alle Gedanken über Kinderrechte. Nicht nur seine Klasse. Auch Kinder in Afrika, in Schweden, in Polen, in Amerika, in Italien, in China und in der Türkei. Einfach überall. Habt Ihr denn schon mal über Kinderrechte nachgedacht? Wie könnten die zehn Kinderrechte heißen, die Matz finden muss?

Aufgabe für die Gruppe: Jeder sagt einen Satz, der beginnt mit „Mein Recht ist es, dass ich…“ dieser Satz wird von jedem Kind weitergeführt.

Matz träumte von dem Land der Kinderrechte. Es fühlte sich so gut an. Die Kinder spielten miteinander, lernten in der Schule über Kinderrechte, lasen Bücher darüber und wenn sie was nicht verstanden fragten sie andere Kinder oder Erwachsene was dies und das bedeutete.

Als Matz aufwachte von seinem Traum im Kinderrechteland lag ein Zettel neben ihm. Darauf stand:

Die zehn Rechte der Kinder

  • Kinder haben das Recht, gesund zu leben, gut versorgt und umsorgt zu werden
  • Kinder haben das Recht auf Schutz vor Gewalt oder Vernachlässigung
  • Kinder haben ein Recht auf Freizeit, um sich zu erholen, zu spielen und künstlerisch oder sportlich tätig zu sein.
  • Alle Kinder haben ein Recht darauf etwas lernen zu können. Zum Beispiel in der Schule.
  • Alle Kinder haben ein Recht darauf ohne Gewalt aufwachsen zu dürfen.
  • Kinder mit Behinderung haben ein Recht auf besondere Fürsorge, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können.
  • Kinder haben das Recht, bei Dingen die sie betreffen sich zu informieren, mitzubestimmen, und zu sagen was sie denken.
  • Kinder haben ein Recht auf beide Eltern, wenn es ihnen bei den Eltern gut geht.
  • Kein Kind darf benachteiligt werden.
  • Kinder haben das Recht, dass ihre Privatsphäre geachtet wird.

Versteht Ihr die Rechte? Wozu habt ihr Fragen? Wo haben wir Pflichten, damit ein Recht für uns und die anderen umgesetzt werden kann?

Ein zweiter Zettel lag direkt vor Matz auf dem Boden. Darauf stand: Ein Kinderrecht ist, dass Kinder mitsprechen und mitbestimmen dürfen. Wo dürfen Kinder eigentlich mitbestimmen? Denke darüber einmal gründlich nach und suche nach Antworten!

Wo dürft Ihr mitbestimmen? Was fällt Euch ein?

Matz dachte auch darüber nach. Bei ihm in der Klasse gab es einen Klassensprecher. Der wurde gewählt, da durfte er mitbestimmen. Im Sportunterricht werden oft Gruppen gewählt, da durfte er auch schon mitbestimmen. Beim Spielen am Nachmittag durfte er sich aussuchen was er spielen wollte. Und sein Vater fragte ihn manchmal vor Ausflügen, wo er lieber hin möchte. Da durfte er auch schon mitbestimmen. Beim Frühstück konnte er immer aussuchen was er essen wollte – außer heute, heute war der Kühlschrank leer.

Während er so nachdachte schaute er an sich runter und sah eine Münze funkeln. Die hatte er um den Hals. Auf der Münze stand: Du hast Rechte. Das klingt ziemlich gut dachte Matz. Sie funkelte und glänzte und war ganz aus Gold. Ihn juckte etwas am Bein, er schlug die Decke zurück und kratzte sich. Er schwang seine Beine aus dem Bett. Es war sowieso Zeit aufzustehen, das zeigte sein Wecker neben dem Bett. Puh hatte er gut geschlafen und ganz ganz viel geträumt. Als er an sich runterschaute baumelte an einem Band eine Münze um seinen Hals. Darauf stand: Kinder haben Rechte.

Er lief zur Tür und rief „M-A-M-A! Ich muss dir was erzählen, ich habe ein tolles Abenteuer geträumt. Und aus der Küche rief Mama: Jetzt zieh dich doch erst mal an! Das Frühstück ist gleich fertig, da kannst du mir alles erzählen.

So begann ein neuer Tag ihm Leben von dem kleinen Jungen Matz. Matz der Held, mit einer goldenen Münze der Kinderrechte.

Nach einer Geschichte von Hänsel +  Gretel – Deutsche Kinderschutz

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